Stadträumliche Einbindung
Der Jahn-Sportpark liegt in einem dicht bebauten Umfeld mit wenig öffentlichen Grünflächen und spürbaren Wärmeinseleffekten. Der Park übernimmt daher eine wichtige Funktion für Sport, Aufenthalt und klimatischen Ausgleich. Die Studie untersucht, wie Freiräume gesichert, Wegebeziehungen gestärkt und Eingänge klarer gefasst werden können, um das Areal besser mit dem Quartier zu verknüpfen.
Teilsanierung als Haltung
Die vorgeschlagene Teilsanierung ist als konzeptioneller Ansatz zu verstehen. Sie zeigt, wie der Bestand weitergebaut werden kann, anstatt ihn zu ersetzen. Tragstruktur und Topografie bleiben Ausgangspunkt. Eingriffe konzentrieren sich auf funktionale Verbesserungen wie Barrierefreiheit, Erschließung und Infrastruktur. Die Identität des Ortes bleibt erkennbar, seine Nutzungsmöglichkeiten erweitern sich.
Freiraum als Gerüst
Verdichtung erfolgt punktuell, die offenen Grünräume bleiben das tragende Element. Neue Sportflächen werden kompakt organisiert, Dachflächen als zusätzliche Nutzebenen mitgedacht. Eine gestärkte Nord-Süd- und Ost-West-Verbindung bildet ein T-förmiges grünes Rückgrat. Entlang dieser Achsen sind öffentliche Nutzungen vorgesehen, die Eingänge markieren und den Park im Alltag verankern.
Werkstattverfahren und Studie
Die Arbeit entstand im Rahmen eines Werkstattverfahrens. Unterschiedliche fachliche Perspektiven wurden zusammengeführt und Varianten geprüft. Das Ergebnis ist eine Studie. Sie beschreibt eine mögliche Entwicklungsrichtung und macht das Potenzial des Bestands sichtbar, ohne eine bauliche Umsetzung vorwegzunehmen.