Unser Wettbewerbsbeitrag entwickelt ein gemeinschaftlich organisiertes Wohnquartier in Holz‑Hybridbauweise an einer übergeordneten Erschließungsstraße. Aus einem heute stark vom Verkehr geprägten Stadtraum entsteht durch die städtebauliche Setzung eine klar strukturierte Ordnung mit deutlicher stadträumlicher Aufwertung.
Entlang der Straße bildet eine durchgehende Bebauung einen klar gefassten Quartiersrand. Sie gewährleistet den notwendigen Schallschutz und vermittelt zwischen öffentlichem Straßenraum und dem ruhigen Inneren. Nach innen öffnet sich ein zusammenhängendes Gefüge aus Gärten, Wegen und Aufenthaltsbereichen, das gemeinschaftliches Wohnen ermöglicht.
Die Struktur basiert auf zwei Gebäudetypen: Geschlossene Riegel zur Straße reagieren auf die Lärmbelastung und schaffen eine robuste Kante, während offenere Baukörper im Inneren des Quartiers differenzierte Freiräume und vielfältige Außenbezüge ausbilden. Ein durchgehendes grünes Band mit erhaltener Pappelreihe bildet das räumliche Grundgerüst und verbindet Gebäude, Wege und gemeinschaftliche Orte.
Ein vielfältiger Wohnungsmix mit unterschiedlichen Wohnungsgrößen fördert soziale Durchmischung und langfristige Nutzbarkeit. Aktivierte Erdgeschosse beleben die öffentlicheren Bereiche, während sich im Inneren ruhige Wohnlagen entwickeln.
Konstruktiv basiert der Entwurf auf einer Holz‑Hybridbauweise. Modulare Strukturen, serielle Bauteile und lösbare Verbindungen ermöglichen eine wirtschaftliche Umsetzung und erleichtern spätere Anpassungen. Begrünte Dächer mit integrierter Photovoltaik, der Verzicht auf eine Tiefgarage sowie ein weitgehend autofreies Erschließungskonzept stärken die Ressourcenschonung, kurze Wege im Alltag und das Mikroklima des Quartiers.