Integrale Planung ist in unserer Arbeitsweise von der Analyse, über den Entwurf, bis zur Ausführung wichtiger Bestandteil. Interdisziplinäre Zusammenarbeit steht im Zentrum unserer Planung. Schwerpunktthemen werden im Team projektübergreifend weiterentwickelt. Lebenszyklusanalysen begleiten unsere Projekte von Beginn an und machen Umweltauswirkungen früh nachvollziehbar. Die Reduktion von CO₂ dient uns als zentrale Planungsgröße und fließt in Entscheidungen zu Material, Konstruktion und Nutzung ein. Digitale Planungsmodelle und BIM unterstützen eine präzise Koordination über alle Projektphasen hinweg. Planen und Bauen entsteht im engen Austausch mit der Bauherrschaft und den Fachplanungen.
Planungsmethodik
Umgang mit Bestand und Wiederverwendung
Unsere langjährige Erfahrung im Arbeiten mit bestehenden Gebäuden prägt unseren Umgang mit Materialien, Konstruktionen und räumlichen Strukturen. Dieses Wissen bildet die Basis für eine sinnvolle Weiternutzung oder Wiederverwendung einzelner Bauteile.
Wiederverwendung von Bauteilen kehrt den üblichen Planungsprozess um: nicht mehr vom Entwurf zum Detail, sondern vom vorhandenen Bauteil zur neuen Gesamtheit. Das stellt eigene Anforderungen wie Bauteilsuchen, Beurteilen, Dokumentieren, Prüfen, Bewerten, Organisieren, Konstruieren.
Gestalterisch interessiert uns, was ein wiederverwendetes Element in einen Raum einbringt: die Materialität, die Spur und den Bezug zum Einsatzort. Manche Bauteile fügen sich ruhig ein, andere setzen einen bewussten Akzent.
Unsere BIM-Modelle bilden Herkunft, Zustand und Einbaumöglichkeiten jedes Elements nach. So bleiben gestalterische und konstruktive Entscheidungen nachvollziehbar – für alle Beteiligten, über alle Projektphasen.
Zustandsanalysen
Eine Zustandsanalyse beginnt dort, wo Risiken und Konsequenzen am grössten sind. Schadstoffe, Tragkonstruktion und Gebäudetechnik stehen deshalb am Anfang. Sie bestimmen, ob und wie ein Gebäude weiterentwickelt werden kann.
Gebäudehülle und Ausbau folgen in späteren Leistungsphasen, wenn die grundlegenden Entscheidungen bereits gefallen sind. Spätestens im Bauprojekt liegen alle Detailanalysen vor.
Welche Nutzungen eignen sich für die Räume? Welche Bauteile können weiterverwendet werden? Wo liegen Risiken? Was lohnt sich zu erhalten? Diese Fragen brauchen früh eine Grundlage und nicht erst, wenn Kosten und Optionen bereits festgelegt sind.
Ökobilanzierung zur Erstellung einer LCA
Als integraler Bestandteil von Planung ermitteln wir die Umweltauswirkungen von Gebäuden in Deutschland nach DIN 15978 sowie DIN 14308, in der Schweiz nach dem Klimapfad SIA 2040 sowie den Systemgrenzen und Bilanzierungsregeln nach SIA 2032. Durch die planungsbegleitende Ökobilanz ermitteln wir die Treibhausgasemissionen (THG) = Global Warming Potential (GWP) in Tonnen CO2e sowie die Kennwerte in kg CO2e/m² NRF a für Nachhaltigkeitszertifizierungen, ESG-Kriterien oder als Grundlage für Planungsentscheidungen. Parallel erstellen wir Ökobilanzen für die Graue Energie in kWh oder MJ. Ob CO2-Schattenpreis oder Klimafolgekosten bieten wir an ganzheitlich Kosten zu ermitteln.
Wir bieten eine Vielzahl an Referenzen von Ökobilanzierungen im Bestand und Neubau. Dabei bilanzieren wir sowohl bauliche Sanierungs- sowie Neubau-Maßnahmen der Kostengruppe KG 300 sowie KG 400. Ebenfalls erbringen wir Ökobilanzierungen für die im Bestand gebundenen grauen THG-Emissionen.
Die Währung CO2 steht dabei als Fundament gleichrangig zur Währung der Kosten.
Zusammenarbeit und gemeinsame Sprache: Unser BIM-Ansatz
Wir arbeiten nach den Prinzipien von OpenBIM. Offene Standards wie IFC stellen sicher, dass Modelldaten unabhängig von Software und Planungspartner ausgetauscht, geprüft und weiterverwendet werden können.
Unsere Modelle sind nach eBKP-H oder DIN 276 strukturiert und sprechen dadurch eine gemeinsame und vertraute Sprache für alle Disziplinen. Unsere Modellanforderungen sind schlank und präzise genug für echten Mehrwert. Bereits früh lassen sich daraus Mengen für Kostenplanung und Ökobilanzierung automatisiert ableiten. Eine gemeinsame Datenumgebung (CDE) sorgt dafür, dass alle Beteiligten jederzeit denselben Informationsstand haben.